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Finanzmenü
#11
Ich habe gerade die Übersetzungen auf einen aktuelleren Stand gebracht. Mit euren Vorschlägen geduldet euch, bis ich die gröbsten Fehler beseitigt habe ...
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#12
Oui, bei dem rasanten Tempo kann Geduld nur babyleicht fallen. 8)

Vielleicht noch den Übersetzungspunkt zur Margin? "Efficiency" oder Effizienz. Das ist es, was der Wert ausdrückt, die Betriebseffizienz, die Effizienz bezogen zum Aufwand. Der Wirtschaftsstratege (Ökonom) spricht von Ökonomie. Je höher der %-Wert, desto ökonomischer agiert er.

Anm.: Die letzte Spalte rechts benötigt keine Spaltenüberschrift, allenfalls "Aktuell" oder vergleichbares. "Bonität" würde genau passen. Bonität wäre halt ein starker, finanztechnischer Begriff, die Leistungsbillanz des Betriebes - und genau das zeigt die Spalte.
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#13
Zitat:Original von Uranor
Zitat:Ein Freund von Statistiken, in denen Äpfel und Birnen zusammengezählt werden, bin ich wirklich nicht, weshalb ich mich mit dieser Idee einfach nicht richtig anfreunden kann.
Wir transportieren Tonnagen und kassieren Fracht.
Wenn alle Gütertransporte in tkm (Tonnenkilometer) umgerechnet werden, wäre ich auch dabei...
Zitat:Original von Uranor
Dieses Jahr = 1955
GeschäftsJahr(JahrAktuell) = 1955 // Das Schema der Parameterübergabe genügt als Darstellung.
Letztes Jahr = Dieses Jahr -- // Die Rechnung muss ja local durchgeführt werden.
Letztes Jahr = 1954
Gesamt = Billanzspalte ab Statjahr. // Gesamt hat schon vom Begriff her nichts mit Herunterrechnen zu tun.
Kurz gesagt: "Letztes Jahr", "Dieses Jahr" wirkt einfach antisexy. Da müssen die konkreten Jahreszahlen hin. =)
warum nicht gleich so.... *hirnzerbrech*
Zitat:Original von Uranor
Zitat:Betrieb: Laufkosten der Fahrzeuge in Cr/km
Das würde so aussehen:
Streckenkosten:
Fracht-km: // neue Statistikzeile
Streckenkosten je Fracht-km:
Zitat:PnL: vergessen wir besser schnellstmöglich.....
Nö, das ist konkret und meint die "Instandhaltung pro Monat" (Zeile würde in der Gesamt-Spalte frei bleiben). Ich arbeite an der Hilfe und weiß das. Doch die Buchstabenfolge ist nicht aussagekräftig.
Bitte verwendet für diesen Button wenn möglich nicht Jahresgewinn. Es ist und bleibt ein Cash-Flow, und das ist kein Gewinn.
Zitat:Original von Uranor
Zitat:Margin ist englisch für Marge und ist Gewinn/Kosten = Gewinn/(Umsatz - Gewinn)
[...]Gewinn/Kosten ergibt keinen %-Wert und ist als Rechnung sinnlos. Gewinn/(Umsatz - Gewinn) ergibt auch keinen %-Wert und scheint dto. als Berchnung unsinnig.
Eine Marge ist definitiv eine Spanne. Ich kann sie aus dem Nettogewinn - laufende Unkosten ermitteln. Die Marge gibt mir als Unternehmer den Betrag an, den ich für Investitionen ausgeben kann. Das kann jährlich oder monatlich sein, aber nicht in %.
Margen werden in der BWL mit einer Addition dargestellt (Kosten + Marge (als Aufschlag auf die Kosten in %) = Preis)

Formal correctness: Man beweise:
100%=1;
K + M in % der Kosten = Preis pro Stück
K(100%+M in %)=U insgesamt
K(1+M)=U
K + KM = U
KM = U - K
M=(U - K)/K=G/K=G/(U-G)=1*G/(U-G)=G/(U-G)*100%

Natürlich sollten aus der Marge nach Möglichkeit zukünftige Investitionen finanziert werden können, aber in Realität wollen die (Eigen-)Kapitalgeber auch noch ziemlich viel davon haben. Die Marge soll aber auch für Vergleiche zwischen Firmen und über die Zeit herangezogen werden können, und da verfälschen absolute Zahlen die relative Leistungsfähigkeit.
Zitat:Original von Uranor
Zitat:Investitionen stellen im Normalfall keinen steuermindernden Aufwand dar!
Aber oh ja wirken sich Betriebsinvestitionen mindernd auf die Steuerschuld aus. Das Absetzungsverfahren ist das Rechenwerk dazu. Du hast 10 Mlo. netto Eingenommen und 9 Mlo für Modernisierung reinvestiert. Besteuert werden nicht Einnahmen sondern Netto-Gewinne. Eine andere Regelung würde die Betriebe und Arbeitsplätze reihenweise killen bzw. Investitionen unmöglich machen. Toll, wir arbeiten im Schlamm der Steinzeit.
Es kommt darauf an, was man unter Investitionen versteht: Neuinvestitionen (z. B. Kauf neuer Fahrzeuge) würden zuerst als Anlagevermögen in der Bilanz erscheinen und noch keinen Aufwand darstellen (Buchung Anlagevermögen an flüssige Mittel); erst die Abschreibungen auf den Investitionen sind steuerwirksamer Aufwand, wie alle Unterhaltsarbeiten an Maschinen. Die Abschreibungen werden in Simutrans übrigens nicht mitgerechnet, es wird rein auf die flüssigen Mittel abgestellt, weshalb Betriebs- und Jahresgewinn nicht so ganz sauber sind.
Zitat:Original von Uranor
Zitat:Vermögensabhängige Gewinnsteuersätze? Hmm....wieder einmal meine Vermutung, dass da Begriffe vermixt werden, die nichts miteinander zu tun haben?
Ersatzweise für Vermutung kann man sich auch auskennen. =) Ist konstruktiv gemeint, @Gotthardlok. Sei vorab versichert, es ist.
Nicht der letzte Kompromiss, den Simutrans eingehen würde...
Zitat:Original von Uranor
Vielleicht noch den Übersetzungspunkt zur Margin? "Efficiency" oder Effizienz. Das ist es, was der Wert ausdrückt, die Betriebseffizienz, die Effizienz bezogen zum Aufwand. Der Wirtschaftsstratege (Ökonom) spricht von Ökonomie. Je höher der %-Wert, desto ökonomischer agiert er.
Effizienz ist zu schwammig (könnte auch RONOA=Return on net operating Assets sein).
Ökonomie = Volkswirtschaft, und der Ökonom ist weniger Stratege, Strategie ist mehr eine BWL-Disziplin. Eine hohe Marge muss übrigens nicht zwingend dass Ergebnis von tiefen Kosten (=Effizienz?) sein, sondern kann auch durch starke Nachfrage oder ein innovatives Produkt erhöht werden (ist in Simutrans aber nicht der Fall).
Zitat:Original von Uranor
Anm.: Die letzte Spalte rechts benötigt keine Spaltenüberschrift, allenfalls "Aktuell" oder vergleichbares. "Bonität" würde genau passen. Bonität wäre halt ein starker, finanztechnischer Begriff, die Leistungsbillanz des Betriebes - und genau das zeigt die Spalte.
Wenn schon sonst Jahreszahlen in der Überschrift stehen sollen, warum dort nicht auch?
Zu "Aktuell" würde "Vorjahr" passen.
"Bonität" bezeichnet die Kreditfähig- und -würdigkeit, die Güte eines Schuldners! Eine starke Eigenkapitaldecke kann ein Indiz für Bonität sein, ist es aber nicht allein. Die Leistungsbilanz ist im Übrigen ein Teil der Zahlungsbilanz, also der Rechnung über den Wirtschaftsverkehr mit dem Ausland (Importe, Exporte, Kapitalverkehr); ein Betrieb hat keine "Leistungsbilanz". Die Zahlen rechts oben stellen schlicht und einfach eine (rudimentäre) Bilanz dar.
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#14
Zitat: Original von Gotthardlok
warum nicht gleich so.... *hirnzerbrech*
Das war doch nur als meine kurze Ansichtenübermittlung na @prissi gedacht. Ich ging halt davon aus, dass es wegen der gewählten bezeichner für alle leicht nachvollziehbar sein wird - mit wenigen Worten. P.g., was dazu gelernt. =)

Zitat: Original von Gotthardlok
Natürlich sollten aus der Marge nach Möglichkeit zukünftige Investitionen finanziert werden können, aber in Realität wollen die (Eigen-)Kapitalgeber auch noch ziemlich viel davon haben. Die Marge soll aber auch für Vergleiche zwischen Firmen und über die Zeit herangezogen werden können, und da verfälschen absolute Zahlen die relative Leistungsfähigkeit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Marge :

"Im Handel wird die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis als Marge bezeichnet. Im Kreditwesen versteht man unter der Marge den Unterschied zwischen Soll- und Habenzins. Im Wertpapierhandel gibt die Marge die Differenz zwischen dem Ausgabekurs und dem Tageskurs eines Wertpapiers an."

Eine Marge stellt also eine Differenz dar. In der Programmierung begegnen wir dem Begriff margin als Bezeichner.

M=G/(U-G)*100%
kürzt sich zu
M=G/(U-G)
Da eine Division beteiligt ist, dürfte der Begriff falsch gewählt sein. Ich kann leider nichts anbieten, ich erkenne nicht, was die Formel ausdrücken will.

Zitat:erst die Abschreibungen auf den Investitionen sind steuerwirksamer Aufwand, wie alle Unterhaltsarbeiten an Maschinen.
Das ist oh ja. Zu detailiert wollte ich es nicht zeigen.

Zitat:weshalb Betriebs- und Jahresgewinn nicht so ganz sauber sind.
Es wird aber genügen. Größere Investitionen werden über angemessene Zeiträume verteilt abgeschrieben. Bei Simutrans muss das nicht so sein. Das Syste würde unnötig komplex.

Zitat:Die Zahlen rechts oben stellen schlicht und einfach eine (rudimentäre) Bilanz dar.
Ja. Ich wollte auch nicht damit schießen. Bei der Bonität muss ich natürlich auch zustimmen. Für die Bonitätsermittlung wird eine Leistungsbillanz erstellt.

Jo, wenn über der letzten Spalte eine Jahreszahl oder gar nichts steht, wird das wird das gleichrangig gut sein. - Grundsätzlich fällt mir im Error- und Spielehandling immer wieder auf, dass zwar konkrete Objekte oder Werte vorliegen bzw. dereferenziert werden. Doch der Dialog dereferenziert nicht, zeigt einfach nur pauschal mit dem Finger drauf. Zunächst sind solche Lösungen allemal ausreichend. Doch mit der Zeit wird ja immer mehr aufgeräumt.
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#15
Guten Morgen allerseits

@prissi Sorry, das ich Dich nach der Spielausrichtung gefragt habe. Selbst für mich als Bücherwurm dauert es eine Weile, bis ich 8500 Forumsbeiträge durchforstet habe. Bislang habe ich angenommen, dass Du der "General Manager" bist.
@Gotthardtlok Bei Dir möchte ich mich für das "schweizerisch" entschuldigen. War wirklich nicht böse gemeint!! ;( Ich hoffe Du kannst mir verzeihen!? Als Händler hab ich auch mit Schweizern zu tun und auch verwandschaftliche Beziehungen dorthin.
@Uranor Inzwischen habe ich gelernt, dass Simutrans doch eine Wirtschaftssimu. mit Ausrichtung Transportunternehmen sein soll. Richtig???
Aus meiner Spielererfahrung: Bei RailRoad(ist das lange her) hab ich die KI-Konkurenz mit Hilfe der Eisenbahnanleihen platt gemacht. Bei Transp.Tycon waren es wenn ich mich recht erinnere die Anteilsscheine bzw.Aktien. Ein paar gute Strecken(im Real-Leben=Cherrypiking) etwas Guirilla-Taktik und die Wettbewerber übernehmen=deren Strecken wurden eingefügt. Auch bei anderen Simulationen immer dasselbe Prinzip "Werde Reich in 2 Stunden"

Geht man richtig in Richtung Wirtschaft stellt sich schnell die Frage "Wie komplex soll, darf und KANN ein Spiel sein?" Wird auf viel BWL wert gelegt, befindet sich der Spieler sehr schnell zu über 90% in den Finanzmenüs. Kommen Bank und/oder Börse dazu, setzt automatisch ein Gier-und Machtdenken ein. Deswegen hab ich für solche Funktionen eher negative Einstellung. Persöhnlich würde ich es begrüssen, wenn es in Richtung Verkehrs-und Umweltpolitische Ausrichtung ginge und das Finanzmodell sehr einfach gehalten wird.

So jetzt muss ich noch ein bisschen arbeiten.
sonnigen Samstag
Randy
"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet Ihr feststellen, daß man Geld nicht essen kann!"
Weissagung der Cree
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#16
Also, nochmals von vorne:
Zitat:Eine Marge stellt also eine Differenz dar.
Dies sollen die ersten Formeln aussagen:
K + M in % der Kosten = Preis pro Stück
K(100%+M in %)=U insgesamt
Nominale Margen können sehr wohl berechnet werden, nur werden die in Simutrans nach jedem Investitionsschritt automatisch grösser. Um herauszufinden, ob man durch die Investition "besser" geworden ist, muss man relative Vergleiche anstellen können, und damit auch eine Relation (=Verhältnis -> Division) berechnen können. Der Rest ist reine mathematische Umformung:
K(1+M)=U
K + KM = U
KM = U - K //auch hier eine Differenz!
M=(U - K)/K=G/K=G/(U-G)=1*G/(U-G)=G/(U-G)*100%
Der Schluss beweist lediglich, dass eine Prozentangabe nicht falsch ist. Eine Angabe der Marge in % ist im Allgemeinen auch üblich.

Meine Grundeinstellung zu dem Ganzen ist diese: Mir ist es egal, wie weit das Finanzfenster in Simutrans ausgebaut werden will, nur was dort steht, soll korrekt bezeichnet sein (sonst heisst es dann nur, "Die kommen ja nicht draus") und verstanden werden. Und wenn ich das Gefühl bekomme, einer versteht es falsch, erklär ich es ihm auch ein paarmal. Aber solange es allein um die eine Kennzahl Marge schon solche Diskussionen gibt, kommen für mich weitere Kennzahlen in Simutrans nicht in Frage, es sei denn, die wären intuitiv besser verstehbar.
Zitat:Original von Randy007
Aus meiner Spielererfahrung: Bei RailRoad(ist das lange her) hab ich die KI-Konkurenz mit Hilfe der Eisenbahnanleihen platt gemacht. Bei Transp.Tycon waren es wenn ich mich recht erinnere die Anteilsscheine bzw.Aktien. Ein paar gute Strecken(im Real-Leben=Cherrypiking) etwas Guirilla-Taktik und die Wettbewerber übernehmen=deren Strecken wurden eingefügt. Auch bei anderen Simulationen immer dasselbe Prinzip "Werde Reich in 2 Stunden"
Simutrans wie die anderen erwähnten Simulationen sind diesbezüglich eher Monopoly; wer am schnellsten das grösste Netz oder einige Schlüsselstrecken hat, hat praktisch automatisch gewonnen. Wichtig sind die Finanzen also nur am Anfang, wo es darum geht, schneller zu investieren und zu wachsen als die Konkurrenz, und wenn dann der Gewinner selbst noch Verlust macht, dann ist die Branche unattraktiv oder der Betrieb "fat and happy". Selber stelle ich die Konkurrenz immer ab, da ich den Reiz vor allem darin sehe, den ganzen Transport auf einem schmal gehaltenen, aber leistungsfähigen Netz abwickeln zu können (Knotenbahnhöfe). Die vielen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen der KI stören dabei gewaltig.
Zitat:Original von Randy007
Geht man richtig in Richtung Wirtschaft stellt sich schnell die Frage "Wie komplex soll, darf und KANN ein Spiel sein?" Wird auf viel BWL wert gelegt, befindet sich der Spieler sehr schnell zu über 90% in den Finanzmenüs. Kommen Bank und/oder Börse dazu, setzt automatisch ein Gier-und Machtdenken ein. Deswegen hab ich für solche Funktionen eher negative Einstellung. Persöhnlich würde ich es begrüssen, wenn es in Richtung Verkehrs-und Umweltpolitische Ausrichtung ginge und das Finanzmodell sehr einfach gehalten wird.
Eine Meinung, die ich unterstütze - angloamerikanisch gefärbte Wirtschaftsspiele, wo es vor allem ums eigene Überleben geht, dürfte es genug andere geben.
Zitat:Original von Randy007
@Gotthardtlok Bei Dir möchte ich mich für das "schweizerisch" entschuldigen. War wirklich nicht böse gemeint!! Ich hoffe Du kannst mir verzeihen!?
Zitat:Original von Gotthardlok
Dann müsste ich zuerst noch wissen, was Du unter "schweizerisch" gedacht verstehst...
Ich kann einfach nicht Gedanken lesen - wie bist Du denn drauf gekommen, ich könnte das böse verstehen?
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#17
@Gotthardlok, bei mir geht es doch nur um's Verständnis. Ich bring die Kombination aus Marge & % begrifflich nicht in den Kopf rein, wohl unabhängig davon, wie gut es erklärt ist. Vielleicht ist mein Kopf falsch, vielleicht ist der Begriff hier nicht sinnvoll. Ich kann es nicht unterscheiden.

Zitat: Original von Gotthardlok
Eine Meinung, die ich unterstütze - angloamerikanisch gefärbte Wirtschaftsspiele, wo es vor allem ums eigene Überleben geht, dürfte es genug andere geben.
Vielleicht wäre da mal ein konstruktiver Kunterbunt-Thread angezeigt? Ich kenne jedenfalls kein einschlägiges Spiel, das ich noch mal angehen wollte. Ab und zu was völlig anderes zu sehen, hält das Interesse an Simutrans frisch. Ich mag auch nach Jahren noch von Simutrans begeistert sein wollen. Das Spiel ist komplex, stark und bleibt als Community-Projekt immer lebendig. =)
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#18
Zuerstmal, wie bekommt man das blos mit diesen Zitaten hin. Ich habs 1mal probiert, promt ging es in die Hose. Ich lass es lieber. Vielleicht erklärt es mir ja mal jemand. =)

@gotthardtlok Nun ich will mal so sagen: Als grossgewordener Berliner lass ich schon mal 5e grade sein, beim Hamburger genügte früher der Handschlag, wenn der Kölner Handwerker sagt "Das mach ich Dienstag" dann musst Du fragen "Welches Jahr?". Die schweizer Wirtschaftsleute will ich frech "pingelig" nennen. Ich mag DIE Schweizer und das schreib ich nicht aus Lobhuddelei! Thema bitte abgehakt.

Das was ich auf dem Finanzfenster sehe macht mich als Kaufmann auch nicht glücklich! Begriffsbestimmung: Im dt.Handel bedeutet Marge eigentlich Bruttohandelsspanne oder abgek. Handelsspanne(s.Wiki u.a.) manchmal auch als Bruttoertrag(falsch) bezeichnet. Was mich am meisten stört: Alle Anschaffungen(Haltestellen/Bahnhöfe,Postämter und andere Gebäude) werden sofort als Kosten abgeschrieben. Wie soll da jemals eine ordentliche Gewinn/Verlust-Zahl rauskommen? Grade bei Simutrans müssten sie im Laufe der Zeit kräftig an Wert gewinnen. Sie sind auf Grund ihres Einzuggebietes die Ertragsbringer! Ein einfaches Modell: Der Anschaffungspreis wird einer Variablen "Immobilien" aufaddiert. Eine Liste zwei Spalten "MonatJahr"+"Anzahl" merkt sich Mengenmässig die Käufe. Beim Monatswechsel wird 0,1% von der Variablen "Immobilien" als Abschreibung vom Gewinn/Kasse abgezogen. Reisst der Spiele 1 Gebäude ab wird Betrag=Immobilien/Gesamtanzahl von Variablen "Immobilien" abgezogen. Nach entsprechender Laufzeit, errechnet aus der rund 1,2% Abschreibung pro Jahr, wird aus der Liste der älteste Eintrag gelöscht. Damit hätte der Betrieb ein Immo-Vermögen mit Abschreibung und entsprechender Gewinnminderung. Einfach, aber m.E. für Simutrans ausreichend. Dies bringt mich dann auch zur Insolvenzregelung(ich weiss anderes Thema). Nimmt man (vereinfacht)Betriebsvermögen=Immo-Besitz + Fahrzeugbestand kann man dem Spieler einen Dispo von 50% einräumen. Rutsch er 1€ drüber Stopp der Anschaffungen. Warnung der 3 Monate. Schafft er es nicht innerhalb dieser Zeit zurück ins Dispo zu kommen=Lequidation. Auf Zinsen würde ich verzichten.
@Gotthardtlok Wenn Du Dich mit einem solchen einfachen Schema anfreunden könntest, sollten wir überlegen, ob wir nicht gemeinsam ein einfaches Finanzmodell für Simutrans entwickeln. Immer vorausgesetzt die Anderen wollen es.
So mein Bier ist alle, ich geh schlafen
Gruss
Randy
"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet Ihr feststellen, daß man Geld nicht essen kann!"
Weissagung der Cree
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#19
Ein komplettes Post zitieren wird meist nicht sinnvoll sein.

@Randy007, schreib in der Form:
Original von Name
Markier den Text, wähle den I-Button, bestätige.
Kopier darunter den Originaltext rein.
Markiere alles, wähle den Zitat-Button, bestätige.
So ist der einfachste Weg. Es gibt Spielarten.


Wenn ihr gemeinsam was austüftelt, wird das gut werden. Also von meiner Seite *stimmung* =) .
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#20
Zitat:Original von Uranor
@Gotthardlok, bei mir geht es doch nur um's Verständnis. Ich bring die Kombination aus Marge & % begrifflich nicht in den Kopf rein, wohl unabhängig davon, wie gut es erklärt ist. Vielleicht ist mein Kopf falsch, vielleicht ist der Begriff hier nicht sinnvoll. Ich kann es nicht unterscheiden.
So schnell geb ich noch nicht auf....der Begriff für diese Kennzahl stimmt schon.
Also: In einem Handelsbetrieb gibt es für ein Gut einen Verkaufspreis, einen Einkaufspreis und Kosten für Lagerung, Büro usw. Dann ist

Nettomarge = Verkaufspreis - (Einkaufspreis + Kosten für dieses Gut)

und für den Gesamtbetrieb:

Nettomarge = Umsatz, Summe aller Verkaufserlöse - (Summe aller Einkäufe + Gesamtkosten)

Diese Nettomargen sind das, was Du als Spanne bezeichnet hast, und dies sind auch Nominalgrössen. In Simutrans gibt es keinen Einkauf, also

Nettomarge = Umsatz - Gesamtkosten;

durch Umformung erhält man

Umsatz = Kosten + (Netto-)Marge

Sind die Kosten vollständig, ist die nominale Nettomarge = Gewinn (in Simutrans Betriebsgewinn).

Zwei Firmen A und B legen folgende Zahlen vor:
A: 1100 = 1000 + 100
B: 100 = 80 + 20
Welche Firma hat die bessere Marge? Nominal ist Firma A besser, aber wer holt aus dem, was er an Kosten hineinsteckt, mehr heraus?

Um die Firmen vergleichen zu können, müssen die Kosten als Basis genommen werden. Die Gewinnspanne (=nominelle Marge) wird also in Relation zu den jeweiligen nominalen Kosten gesetzt. Für unsere Firmen ergibt dies folgende relative Margen:
Für Firma A 100/1000 = 1/10 = 0.1 = 10%
Für Firma B 20 / 80 = 1/4 =0.25 = 25%

Aus dem relativen Vergleich ergibt sich, dass Firma B aus ihren Kosten relativ mehr herausholt. Würde sie einen Umsatz von 1100 machen, ergäbe dies Kosten von 880 und einen Gewinn von 220.

Im Wirtschaftsleben liest sich die dritte Gleichung für Firma A so:

Umsatz = Kosten + 10% Marge
oder auch: Firma A hat 10% Marge (auf ihrem Gesamtsortiment).

Gemeint ist damit: Umsatz = Kosten + 10% der Kosten (0.1*Kosten) als Gewinnspanne.

Hoffe, jetzt ist es klar, sonst schreiben, welcher Gedankenschritt nicht nachvollziehbar war.
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